Alle Achtung! Harald Lesch zum „absurden“ Bildungssystem

Man muss nicht immer in allem Recht haben, aber eine klare Haltung zu der man steht. Mir gefällt dieses Interview. Nicht nur inhaltlich. Der Interviewteil zum Bildungssystem beginnt ab Minute 23:02 bis 28:38. Der Rest des Videos ist aber ebenfalls sehenswert!

3 Kommentare zu “Alle Achtung! Harald Lesch zum „absurden“ Bildungssystem
  1. Mandy sagt:

    Den Vorschlag mit dem einheitlichen sozialen Jahr finde ich echt gut. Das müsste man wirklich einführen.

  2. Erich Behrendt sagt:

    Warum ist das Bildungssystem so wie es ist? Und warum ist es in vergleichbaren Ländern nicht anders? Und warum war es noch nie so, dass Kunst, Musik und Sport die Kernfächer in Schulen waren? Und warum ist diese Kritik an unserem Bildungssystem seit über 100 Jahren in ähnlichen Worten formuliert?
    Vielleicht sollte Harald Lesch einfach mal Publikationen von Sozialforschern lesen. Zumindest sollte dann die gesellschaftliche Funktion von Bildung auch als Anpassungsprozess verstanden werden können, einfach das zu machen, was vorgegeben wird. Soziale Systeme schaffen sich die Bildungssysteme, die ihr Herrnschaftssystem stabilisiert und sozialisieren nicht kritische, kreative Freigeister.

    • Sozialgeschichtspsychologos sagt:

      Lesch hat Recht. Kohl hat in den 80-er Jahren das Bildungssystem ruiniert, in dem er die „geistigen“ Fächer reduziert und die naturwissenschaftlichen und wirtschaftlichen Fächer priorisiert hat. Das Ergebnis sehe ich heute: Alternativlosigkeit statt kreatver Lösungen, im Kreis drehendes verwalten von Mängeln statt brilliante Lösungen jenseits vom Tellerrand, Emotionalität und die damit einhergehende Gewalt statt weiträumige Verständnisfähigkeit und Kompromissbereitschaft. Kohls Plan ist aufgegangen: die Gesellschaft ist nach Rechts gerückt. Die furchtbaren Konsequenzen kann „das
      jetzt jubelnde Wutbürger-Volk“ mangels eben dieser nicht erlernten kreatven Fähigkeiten gar nicht erkennen: Bildungsferne Medien, zukunftslose politische Haltungen, verantwortungslose Worte, anmassende Selbstjustiz, kleingeistige Egoismen sind der Nährboden für zunehmende Ungerechtigkeit, gefühlte Machtlosigkeit und zunehmenden Grosspolitischwn Unverstand. Beste Voraussetzungen um „das Volk“ wieder in den Krieg gegen egal wen zu hetzen. Die mangelnde Ausbildung der musischen Seite des Menschen macht ihn auf dem 2. Auge, dem nichtsachwirtschaftlichen blind. Diese musische Auge hat die Aufgabe, die Zukunft erkennen zu können. Blind auf diesem Auge rennt der lemminghafte Trottel, sich sehr stark fühlend mit dem Gewehr über der Schulter in den nächsten Krieg. Angekommen an dem Zeitpunkt direkt nach dieser Menschenschlachtung wird dem Rest wieder klar, welche riesige Aufgabe der musischen Bildung zufallen muss. Aber wie sollte dieser bildungsfernen Alphatiergesellschaft auch auffallen, was ihren Protagonisten fehlt – sie hat das „Sehen“ ja nicht gelernt. Meine Familie wird diesem „Krieg der Dummen“ in Europa nicht beiwohnen. Der Klügere gibt nach und überlässt das „Feld“ den…

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