Datenschutzgrundverordnung DSGVO und mein Problem

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die EU Datenschutzgrundverordnung ist in Kraft. Bei meinem Arbeitgeber habe ich die Funktion des Datenschutzbeauftragten. Ich selbst als Verbraucher unterstütze den Ansatz, dass jedem Menschen seine Daten gehören und sonst auch das Recht auf Bestimmung der Verwendung bei jedem selbst liegt. Leider gilt das nicht für den Staat. Unsere Daten gehören uns dann ja doch nicht, denn alle Sozialgesetzbücher wie auch zum Beispiel Krankenkassen, haben weiterhin jede Befugnis der Datenverwendung.

Auf meinem Blog hat aber die Einführung der DGVSO eine Konsequenz. Der Blog ist seit 2009 online. Alles ist ehrenamtlich und ich bezahle den Betrieb selbst. Es handelt sich um einen rein privaten Blog mit dem Ziel, die Öffentlichkeit zu informieren.

Die Buttons, die das Teilen der Beiträge ermöglichen, sind deaktiviert worden. Sie können aber nach wie vor teilen, wenn Sie die Adresse kopieren und in Ihren Social Media Kanal einfügen.

Die aktuelle Rechtssprechung betreffend der Mithaftung von Facebook Seiten und die Entschließung der Landesdatenschutzbehörde hat dazu geführt, dass ich,  wie viele andere, die Facebook des Blogs nicht mehr rechtssicher betreiben kann und damit vorübergehend deaktiviere. Wir müssen nun darauf warten, ob es Verfahrensänderungen durch Facebook gibt oder die Rechtssprechung sich in einem letztinstanzlichen Urteil verändert.

Ich stehe für den Datenschutz und muss andererseits anerkennen, dass die Maßnahmen dazu führen können, dass diejenigen, die sich nicht an Gesetze halten (brauchen) – siehe Österreich, im Vorteil sind. Abgesehen davon ist die freie Verteilung von Wissen außerhalb regulierter Stellen nur noch eingeschränkt möglich und die eigentliche Funktionalität der digitalen Interaktivität reduziert wird. Ich halte es für unrealistisch, durch gesetzliche Regelungen ein verändertes gesellschaftliches Kommunikationsverhalten zu regulieren.

2 Kommentare zu “Datenschutzgrundverordnung DSGVO und mein Problem
  1. Brigitte sagt:

    Viele von uns hier sind ja auf zweierlei Weisen von dieser DSGVO betroffen, als Privatperson und Dienstleister.
    ich habe nach intensiver Beschäftigung mit diesem unausgegorenen „Ding“ den Eindruck, dass ich als Privatperson nur bedingten Schutz bekomme, weil sich vor allem die großen Anbieter mittels Rechtshilfe alles bestätigen lassen und ich als Nutzerin oder Besucherin habe nur die Wahl, entweder allem zuzustimmen und dann alle Arten von Werbung zu erhalten, oder ich kann diese Site/Anbieter nicht mehr besuchen.
    Als kleine Dinstleister*in habe ich mit allen Unannehmlichkeiten umzugehen, die sich die „Großen“ vom Hals halten könnten.
    Ich lese und teile hier aber gerne weiter.

  2. Peter Nolte sagt:

    Hallo Achim,
    Danke für deine jahrelange interessante Arbeit an diesem Blog. Ich lese und teile gerne weiter.
    Viele Grüße

    Peter

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